Nachtrag zum Beitrag „Netgear ReadyNAS Datenrettung von einem X-RAID“

Nachtrag zum Thema:

Netgear ReadyNAS Datenrettung von einem X-RAID

Zu dem Thema muss ich noch sagen das der Kopiervorgang mit dem Parameter -o sync_read sehr viel Ressourcen Verbraucht also habe ich statt:

  • fuseext2 -o ro -o sync_read /dev/c/c /mnt

folgendes getestet:

  • fuseext2 -o ro /dev/c/c /mnt

da Standardmäßig die Option -o async_read aktiviert ist.

Der i5 auf dem ich den Kopiervorgang gestartet hatte war während des Kopiervorgangs so am Ende (400% -> 100% pro Kern / Thread) das man gar keine Eingaben mehr vornehmen konnte und ständig Fehlermeldungen über das Terminal-Fenster liefen.

Achso der X-Server ist auch abgestürzt so das ich über ein anderes Konsolenfenster nur den Status einsehen konnte.

Ich habe den Kopiervorgang dann nach 2 Tagen und 14 GB später abgebrochen und auf einem Server mit 2x Intel Xeon e5520 und Lubuntu 32 Bit nochmals gestartet.

Der Xeon ist mit der Option keinesfalls irgendwie ausgelastet und kopiert nun fleißig.

Ich habe auch die Menge der Daten ermitteln können was unter dem i5 aufgrund der Auslastung nicht möglich war und muss insgesamt 1,3 TB Daten kopieren. Das ist auch das erste mal das ich nicht sagen kann wie lange der Vorgang dauert da die Übertragungsrate sehr stark schwankt.

Netgear ReadyNAS Datenrettung von einem X-RAID

Ich kam in das Vergnügen eine ausgefallene NAS vom Kunden zu holen auf der Produktivdaten lagen.

Die NAS ist eine Netgear ReadyNAS v1 obwohl unten drunter v2 gelabelt ist, was mir die ersten Verzögerungen beschert hat. Nach dem die NAS mit dem RAIDar (Netgear NAS Finder) immer zeigte das alles Super ist (Festplatten alles Grün, System alles ist einfach super) Nach einem Login ins Interface ebenfalls alles Super. Wenn alles super ist wieso ist Sie dann ausgefallen hab ich mich gefragt, der einzige Hinweis auf der Startseite ist dass das X-RAID Offline ist.

In den Protokollen hab ich dann den Hinweis gefunden das Datenträger (??) I/O Errors Produziert man sollte es tauschen und einen Rebuild durchführen. Es stand wirklich (??)!!!!!

Jedenfalls hab ich die NAS dann ausgeschaltet und an einem Linux System dann geprüft wie die Partitionen aussehen Ergebnis:

  1. Festplatte hat Partitionen
  2. Keine Partionen vorhanden

Um die Festplatte 1 nicht weiter zu strapazieren habe ich erst einmal mit Acronis versucht eine Kopie auf einen neuen Datenträger zu erstellen -> Ohne erfolg

Mit Clonezilla im Experten Modus -> Hat es über SATA 3 zu SATA 3 ca. 9 Stunden gedauert.

Die Kopierte Festplatte hab ich dann mal wieder in die NAS -> Dateisystemüberprüfung hat ca. 4 Tage gedauert und sich dann bei 70% aufgehangen.

Die CPU war während des Kopiervorgangs bei 99% (Single-Core Sparc CPU).

Als nächsten Versuch hab ich dann erst einmal die Festplatte an einem Linux mit i5 angeschlossen und genau den selben Befehl ausgeführt -> Fehler wurden gefunden und Repariert. Hat ca 3 Stunden gedauert das ganze.

Dann wollte ich das ganze einhängen im Linux um die Daten herauszuziehen. Vorher die FSTAB von der NAS per SSH angeschaut (Kann bei der NAS über ein Addin aktiviert werden).

Gemeldeter Typ war ein Ext2 Dateisystem.

Ich also hin das LVM mit EXT2 versucht zu Mounten, egal welchen Befehl oder Ansatz ich versuchte es ist einfach nicht gelungen. Es folgte ein Fehler nachdem anderen von die Partitionstabelle ist um 2560 Bytes versetzt was in einer schlechten Geschwindigkeit resultieren kann bis hin zu Wrong FS Type, Bad Superblock etc.

Nach weiteren Recherchen und einige Tage später habe ich dann einen Ansatz gefunden:

Die Lösung lautete:

Benötigtes System ein Ubuntu mit 32 Bit (In meinem Fall ein Frisch installiertes auf meinem Testrechner)

  1. sudo su
  2. apt-get install fuseext2
  3. apt-get install lvm2
  4. modprobe fuse
  5. vgscan
  6. vgchange -ay c
  7. fuseext2 -o ro -o sync_read /dev/c/c /mnt

Es war also ein Fuseext2 das auf Basis von einem 32 Bit System gemountet werden sollte.

Damit konnte ich die Festplatte dann einhängen und die Dateien dann auch einsehen. Wobei die geklonte Festplatte Unbrauchbar war vom Ergebnis (Berechtigungen mit ???? ersetzt und Dateigrößen konnte nicht angezeigt werden usw.)

Mit der Original Festplatte die alle Partitionen hatte konnte ich den Kopiervorgang starten.

Womit ich mich aktuell abfinden muss das der i5 mit seinen 2 Kernen und 2 Threads bis zu 400% ausgelastet ist und das Gesamte System sehr träge ist.

Zudem kann ich nur mit den Ordnernamen Kopieren da abfragen mit „df“ und „du“ dafür sorgen das sich das gesamte System so stark aufhängen das nichts mehr geht bis zu einem Neustart.

Der Kopiervorgang läuft aktuell noch und braucht auch für teilweise kleine Dateien wirklich lange, was wahrscheinlich daran liegt das entweder der Controller der Festplatte ein Schaden hat oder das Dateisystem, wobei ich eher zum letzten tendiere.

Abschließend muss ich noch anmerken das ich die ReadyNAS Serie mit WD Green Festplatte mehr als fahrlässig finde und niemanden empfehlen kann solche Festplatten in ein NAS einzubauen, sondern die 10 – 20 € drauf zu legen und entsprechende NAS Festplatten zu nehmen (WD Red)

Die Qualität und der Service von Netgear war ebenfalls mehr enttäuschend da ich Telefonisch nichts erreichen konnte und nur den Hinweis erhalten habe das ich ein Ticket Online Erstmal eröffnen sollte.

Das einzig Positive das die ReadyNAS mir SSH Zugang erlaubt hat und das Dateisystem ein Ext System ist. Die Leistung der NAS ist ebenfalls mehr als unterirdisch!

Die ReadyNAS Serie ist für mich ein sicheres Datengrab vor allem weil das System kein akustischen Alarm hat und nur per E-Mail Warnungen / Alarme senden und natürlich das Webinterface / Tool / Protokoll das absolut keine Brauchbaren Informationen beinhaltet.

Dann Lieber Marke Eigenbau oder QNAP.

Ich hoffe das ich dem ein oder anderen mit dem Beitrag etwas helfen kann.

Meine Lösung Basiert auf folgender Quelle: http://home.bott.ca/webserver/?p=306 weshalb ich hier die Möglichkeit nutze und mich dafür noch bedanken möchte.

#AcronisFehler Acronis True Image 2015 sichert nicht => Clonezilla schon

Ich hatte gerade das Problem das Acronis True Image 2015 nicht sichert. Und das kann bekanntlich sehr fatal werden.

Ich sollte eine Festplatte tauschen die vermutlich Defekt ist, also bin ich hin Externe Festplatte dran und halt Image erstellt und folgende Ergebnisse erhalten:

1. Fehler beim Schreiben auf Laufwerk => Kann nicht sein da ich die Externe Festplatte davor gerade noch verwendet habe.

2. Also Vorgang wiederholt und => Erfolgreich abgeschlossen. Neue Festplatte angeschlossen und wieder über Acronis gebootet und siehe da kein Image abgelegt auf der Externen -.-

3. Um dann wirkliuch sicher zu gehen habe ich das Quell-Laufwerk direkt geklont => Segmentation Fault am Ende Restart und Festplatte war immer noch leer.

Viel Zeit vergangen, Kunde nervös da Rechner nicht geht und dringend benötigt wird.

Also habe ich zu Clonezilla gegriffen.

Clonezilla ist vielleicht Optisch sehr Spartanisch und ohne Schnick Schnack aber Ohooo.

Festplatte habe ich dann im Expert Mode gesichert (Checks und Bad Sectors Ignore) auf die Externe => Image war vorhanden.

Neue Festplatte eingebaut und Image zurückgespielt => Rechner ist sofort gestartet. Kurzer Systemcheck von Windows (chkdsk) und schon lief der Rechner.

Ich kann mir nicht wirklich erklären wieso Acronis nicht gearbeitet hat. Aber es hat mir viel Zeit geraubt und es hätte auch schnell schief gehen können.

Ich muss sagen das ich wirklich enttäuscht bin von Acronis nach diesem Einsatz, für eine Software die man bezahlt.

Ich werde in Zukunft Clonezilla ganz klar vorziehen. Da es schlicht, schnell und wirklich umfangreich ist. Und wenn man Clonezilla eine Weile genutzt hat dann ist es ein sehr mächtiges Tool das vor allem auch noch Kostenlos ist.

Hier hat OpenSource ganz klar die Nase vorn.

Bei Fragen meldet euch einfach.

Über Feedback und Anregungen freue ich mich immer.

Clonezilla vs. Acronis

In diesem Beitrag möchte ich meine Erfahrung mit Clonezilla und Acronis mitteilen.

Beide Programme können Systeme Sichern und auf einem anderen Datenträger wiederherstellen.

Da ich beide bisher eingesetzt habe kann ich, so meine ich zumindest beide auch beurteilen.

Erstmal zu Clonezilla:

Vorteile:

Clonezilla ist OpenSource also kostenlos und steht unter der GPL Lizenz. Mit Clonezilla kann man Festplatten 1 zu 1 kopieren. Zudem unterstützt es jegliche Dateisysteme. Kopiert sogar wenn Festplatte beschädigt ist (Hardware Fehler). Verfügt über sehr mächtige Funktionen die man abrufen kann.

Nachteil:

Man muss sich einarbeiten um mit der Software wirklich gut zurecht zu kommen. Das Dateisystem muss richtig heruntergefahren sein (NTFS) sonst kann Clonezilla nicht kopieren. Man kann zudem die Daten das System nicht einfach schnell laden um einzelne Daten herauszuziehen, mit etwas Geduld und Zeit aber möglich.

 

Acronis:

Vorteile:

Kommerzielle Software, also es gibt Support und man kann sich auf einen Verantwortlichen stützen sollte etwas schief gehen. Sehr benutzerfreundlich, wenige Optionen, selbst denkend und reagierend mit dem Ziel das beste Ergebnis zu erzielen. Zudem kann man die erstellten Images im laufenden System laden um einzelne Dateien zu extrahieren. Bietet zudem die Möglichkeit nach Plan Backups des Systems zu erstellen.

Nachteile:

Kostenpflichtige Lizenz notwendig, zudem gibt es verschiedene Lizenzarten (Billig = Wenige Funktionen bis Teuer alles inkl.). Jährlich kostenpflichtiges Update notwendig um auch weiterhin erfolgreich unterwegs zu sein.

Ich verwende wenn möglich gerne Clonezilla, heute war leider ein Tag, an dem Clonezilla mir das Leben nicht wirklich leicht gemacht hat.  Das umziehen eines Systems von HDD auf SSD war wirklich kompliziert (Partition musste verkleinert werden, NTFS Check danach und Windows ordentlich herunterfahren und trotzdem Fehlermeldung = NoSpace) ABER ich nutze es trotzdem gerne wenn die Zeit es zulässt um einfach auch dieses mächtige Programm wirklich gut kennen zu lernen.

Acronis nutze ich wenn ich mich wirklich absichern will gegenüber Dritten, da ich dann sagen kann wurde erstellt mit einer Software die dafür bekannt ist.

Ich kombiniere wenn möglich das beste von beiden um mein Ziel schnellstmöglich und erfolgreich zu erreichen.

Ich werde zu dem Programmen immer wieder mal Beiträge verfassen in denen ich Sie weiter aufschlüssel und erkläre und natürlich untermauert mit Praxis Beispielen.

Was Ihr am Ende nutzt bleibt euch überlassen nur wer Geduld hat und die Materie mehr verstehen will ist mit Clonezilla besser unterwegs und Acronis nutzer haben keine Kopfschmerzen wenn Sie schnell mal was kopieren bzw. sichern wollen.

Clonezilla defekte Festplatte tauschen und Trägheit des Systems

Ich hatte letztens erst den Fall, das ich eine Festplatte tauschen sollte, da der PC sehr träge reagierte und teilweise nicht reagierte.

Vor-Ort habe ich mich dann direkt an die Arbeit gemacht und wollte die Festplatte Imagen, also erstmal sichern auf meiner Externen und dann die vermeintlich Defekte Festplatte wechseln.

Für mich hat sich bisher Clonezilla als sehr würdig erwiesen, weshalb ich es fast Ausschließlich nutze.

Also fing ich an, ich startete Clonezilla und ließ den Kopiervorgang durchlaufen. Alles lief auch soweit ganz gut, bis ca. 70,20 % => Abbruch wegen „Timeouts“ und „Bad DMA Sectors“.

Verdammt dachte ich. Kurz überlegt und dann kam mir auch die Lösung.

Clonezilla im Experten-Modus, zugegeben man kann sehr viel einstellen aber ich brauchte nur die Option zum Überspringen der Defekten Bereiche. Option eingeschaltet, Image nochmals angestoßen und trotz Fehlermeldung bei 70,20 % macht Clonezilla weiter.

Ich verwende beim schnellen HDD zu HDD Imagen erstmal immer den „Beginner Mode“ weil ich da etwas bequem bin, erst wenn die Situation es verlangt, gehe ich mit dem „Expert Mode“ durch.

Ich habe die Festplatte danach getauscht, das Image wieder zurück kopiert und der Rechner startete wieder.

Hmm aber eine Sache viel mir immer noch auf, der Rechner war immer noch sehr träge, zugegeben nicht mehr so schlimm wie vorher aber immer noch zu langsam, so das ich nicht sagen konnte der Rechner ist wieder OK, „Sie können wieder arbeiten“.

Nach weiteren Überprüfungen hat mein Kollege dann die Ursache für die Trägheit gefunden, es war der abgelaufene Support von XP und Security Essentials worüber ich bereits einen Artikel verfasst habe: Windows XP und Security Essentials

So viel Pech auf einmal, System beschädigt (War ja schnell gefixt dank Clonezilla), Trägheit (Abgelaufener Support) und keine richtige Datensicherung .. die Lösung eine neue Festplatte und das entfernen von den Security Essentials und eine Wiederholte Predigt darüber wie wichtig die Datensicherung ist.

Zudem muss ich sagen, der Kunde hatte wirklich Glück, weil der Rechner den wir da bearbeitet haben, der PC Server war und der ganze Laden Stillstand ohne diese Maschine, und die Datensicherung was soll ich sagen … jeden Tag schön fleißig das RDX Band eingesetzt, aber keine einzige Sicherung die wirklich zu gebrauchen war. Dieser Fall hat mir mal wieder gezeigt wie schnell die Existenz manchmal am seidenen Faden hängen kann. Der Fall ging ja noch gut .. aber nimmt das Thema Datensicherung bitte ernst.

Zugegeben, man benötigt etwas Geduld um sich bei Clonezilla einzuarbeiten, aber danach ist es ein Tool das unglaublich Stark ist.

Jedenfalls lernt man ja immer dazu, jedenfalls lief am Ende wieder alles.

Bei Fragen meldet euch einfach.

Datensicherung (Tipps und Tricks)

Da es momentan bei mir sehr aktuell ist, möchte ich mich in diesem Thread das Thema Datensicherung schreiben.

Dabei gehe ich auf die Komplett Sicherung und auf die Sicherung von einzelnen Dateien ein.

Bei Backups vertrete ich die Meinung, das man hie nicht sparen sollte und es gibt in der Regel auch für jeden das Richtige. Von günstig bis Teuer.

Je nachdem welche Daten Ihr sichern wollt und ob Ihr Privat oder Gewerbliche Daten sichert, ich bin der Meinung man sollte beim Backup nicht sparen.

Aber jetzt mal zur Sache.

CD-RW / DVD-RW:

Ist die wohl günstigste Methode, man sollte sehr gute Rohlinge nutzen am besten auch von einem Markenhersteller (Verbatim und Co.). Diese Methode ist nur für kleine Mengen von Daten gut geeignet. Zu dem bleibt das Rest Risiko das die RW kaputt geht. Ich würde diese Methode nur für eine tägliche Sicherung empfehlen (Montag – Freitag also 5 Datenträger)

USB-Stick:

Funktioniert genau wie die CD / DVD Methode. Richtige Datenträger sind meist etwas teurer als einfache Standard USB Sticks, da die Laufwerke getestet sind. Ebenfalls empfehlenswert nur für tägliche Sicherung einzelner Dateien.

RDX:

Die wohl beste Methode der Sicherung, die RDX Festplatten, sind verschlüsselt, Fall und Sturz geschützt und nur Lesbar mit einem RDX Laufwerk. Die Methode ist teuer, aber bei sorgfältigen Umgang das wirklich zuverlässigste, was man machen kann. Der Hersteller gibt Garantien auf die Datenträger aus und damit ist man wirklich sicherer. Ich empfehle bei dieser Methode Mindestens 7 Bänder (Montag – Freitag 5 Bänder, 1 Band für die wöchentliche Komplett-Sicherung und 1 Band für die Monatliche Komplett-Sicherung).

Cloud & NAS Server:

Auch ok, aber man sollte daran denken das man die Daten aus der Hand gibt und wenn man unter Schweigepflicht steht, ist es sowieso eher Kritisch bis Unerlaubt.  Vorteil ist halt nur das die Daten Teilweise automatisch gesichert werden. Ist aber auch Realisierbar mit einem Lokalen NAS Server. Ich empfehle aber die Datensätze, also die Aktuellen immer Separat aufzubewahren (Außerhalb des Hauses).

Als Software empfehle ich euch etwas von Acronis oder ArcServe.

Bei Fragen meldet euch einfach.