Ich kam in das Vergnügen eine ausgefallene NAS vom Kunden zu holen auf der Produktivdaten lagen.

Die NAS ist eine Netgear ReadyNAS v1 obwohl unten drunter v2 gelabelt ist, was mir die ersten Verzögerungen beschert hat. Nach dem die NAS mit dem RAIDar (Netgear NAS Finder) immer zeigte das alles Super ist (Festplatten alles Grün, System alles ist einfach super) Nach einem Login ins Interface ebenfalls alles Super. Wenn alles super ist wieso ist Sie dann ausgefallen hab ich mich gefragt, der einzige Hinweis auf der Startseite ist dass das X-RAID Offline ist.

In den Protokollen hab ich dann den Hinweis gefunden das Datenträger (??) I/O Errors Produziert man sollte es tauschen und einen Rebuild durchführen. Es stand wirklich (??)!!!!!

Jedenfalls hab ich die NAS dann ausgeschaltet und an einem Linux System dann geprüft wie die Partitionen aussehen Ergebnis:

  1. Festplatte hat Partitionen
  2. Keine Partionen vorhanden

Um die Festplatte 1 nicht weiter zu strapazieren habe ich erst einmal mit Acronis versucht eine Kopie auf einen neuen Datenträger zu erstellen -> Ohne erfolg

Mit Clonezilla im Experten Modus -> Hat es über SATA 3 zu SATA 3 ca. 9 Stunden gedauert.

Die Kopierte Festplatte hab ich dann mal wieder in die NAS -> Dateisystemüberprüfung hat ca. 4 Tage gedauert und sich dann bei 70% aufgehangen.

Die CPU war während des Kopiervorgangs bei 99% (Single-Core Sparc CPU).

Als nächsten Versuch hab ich dann erst einmal die Festplatte an einem Linux mit i5 angeschlossen und genau den selben Befehl ausgeführt -> Fehler wurden gefunden und Repariert. Hat ca 3 Stunden gedauert das ganze.

Dann wollte ich das ganze einhängen im Linux um die Daten herauszuziehen. Vorher die FSTAB von der NAS per SSH angeschaut (Kann bei der NAS über ein Addin aktiviert werden).

Gemeldeter Typ war ein Ext2 Dateisystem.

Ich also hin das LVM mit EXT2 versucht zu Mounten, egal welchen Befehl oder Ansatz ich versuchte es ist einfach nicht gelungen. Es folgte ein Fehler nachdem anderen von die Partitionstabelle ist um 2560 Bytes versetzt was in einer schlechten Geschwindigkeit resultieren kann bis hin zu Wrong FS Type, Bad Superblock etc.

Nach weiteren Recherchen und einige Tage später habe ich dann einen Ansatz gefunden:

Die Lösung lautete:

Benötigtes System ein Ubuntu mit 32 Bit (In meinem Fall ein Frisch installiertes auf meinem Testrechner)

  1. sudo su
  2. apt-get install fuseext2
  3. apt-get install lvm2
  4. modprobe fuse
  5. vgscan
  6. vgchange -ay c
  7. fuseext2 -o ro -o sync_read /dev/c/c /mnt

Es war also ein Fuseext2 das auf Basis von einem 32 Bit System gemountet werden sollte.

Damit konnte ich die Festplatte dann einhängen und die Dateien dann auch einsehen. Wobei die geklonte Festplatte Unbrauchbar war vom Ergebnis (Berechtigungen mit ???? ersetzt und Dateigrößen konnte nicht angezeigt werden usw.)

Mit der Original Festplatte die alle Partitionen hatte konnte ich den Kopiervorgang starten.

Womit ich mich aktuell abfinden muss das der i5 mit seinen 2 Kernen und 2 Threads bis zu 400% ausgelastet ist und das Gesamte System sehr träge ist.

Zudem kann ich nur mit den Ordnernamen Kopieren da abfragen mit „df“ und „du“ dafür sorgen das sich das gesamte System so stark aufhängen das nichts mehr geht bis zu einem Neustart.

Der Kopiervorgang läuft aktuell noch und braucht auch für teilweise kleine Dateien wirklich lange, was wahrscheinlich daran liegt das entweder der Controller der Festplatte ein Schaden hat oder das Dateisystem, wobei ich eher zum letzten tendiere.

Abschließend muss ich noch anmerken das ich die ReadyNAS Serie mit WD Green Festplatte mehr als fahrlässig finde und niemanden empfehlen kann solche Festplatten in ein NAS einzubauen, sondern die 10 – 20 € drauf zu legen und entsprechende NAS Festplatten zu nehmen (WD Red)

Die Qualität und der Service von Netgear war ebenfalls mehr enttäuschend da ich Telefonisch nichts erreichen konnte und nur den Hinweis erhalten habe das ich ein Ticket Online Erstmal eröffnen sollte.

Das einzig Positive das die ReadyNAS mir SSH Zugang erlaubt hat und das Dateisystem ein Ext System ist. Die Leistung der NAS ist ebenfalls mehr als unterirdisch!

Die ReadyNAS Serie ist für mich ein sicheres Datengrab vor allem weil das System kein akustischen Alarm hat und nur per E-Mail Warnungen / Alarme senden und natürlich das Webinterface / Tool / Protokoll das absolut keine Brauchbaren Informationen beinhaltet.

Dann Lieber Marke Eigenbau oder QNAP.

Ich hoffe das ich dem ein oder anderen mit dem Beitrag etwas helfen kann.

Meine Lösung Basiert auf folgender Quelle: http://home.bott.ca/webserver/?p=306 weshalb ich hier die Möglichkeit nutze und mich dafür noch bedanken möchte.

Written by rafaelseeck